Golfective /Kennzahlen /Kopf

Kopfstabilität im Golfschwung: Sway, Lift und Reverse Pivot

„Kopf unten halten“ ist der schlechteste Ratschlag im Golf und zugleich der häufigste. Der Kopf soll nicht eingefroren sein: er soll ruhig bleiben, zentriert dort, wo er angefangen hat. Das ist etwas völlig anderes — und es ist das, was sich messen lässt.

Kurze Antwort

Dein Kopf bleibt über dem Zentrum des Schwungs, und der Tiefpunkt des Schwungbogens folgt ihm. Bewege ihn, und der Schläger trifft den Boden woanders: wandert er zurück, vom Ziel weg, erreicht der Schläger den Boden vor dem Ball — fett. Wandert er nach vorn, rutscht der Tiefpunkt hinter den Ball; steigt er, hebt sich der ganze Bogen mit — dünne und getoppte Treffer. Es geht nicht darum, den Kopf einzufrieren, sondern ihn wenige Zentimeter von seiner Ansprechposition entfernt zu halten, während sich der Körper darunter dreht.

Warum die Kopfstabilität zählt

Es braucht nicht viel, bis der Schaden sichtbar wird: zwei oder drei Zentimeter in die falsche Richtung genügen, damit der Schläger den Ball vor oder nach dem Tiefpunkt erwischt. Und die Bewegung spürt man selten — sie kommt fast immer daher, dass man dem Ball beim Steigen helfen will, oder dass man sich aus den Schultern statt aus dem Zentrum dreht. Was die App sucht, ist nicht Reglosigkeit: es ist der Körper, der sich unter einem Kopf dreht, der bleibt, wo er war.

Deshalb wird die Kennzahl in Zentimetern ausgewiesen und nicht als einfaches Bestanden oder Nicht-bestanden. Ein Kopf, der sich zwei Zentimeter bewegt, ist ein Schwung, der sich dreht; einer, der sich neun bewegt, ist ein Schwung, der rutscht. Der Unterschied ist messbar, und er ist der, den man in deinem Ballkontakt sieht — neben dem Shaft Lean, der über den Loft entscheidet, mit dem du am Ball ankommst.

Golfective verfolgt die Kopfbewegung über den Schwung und zeigt Sway, Lift und Drop in Zentimetern gegenüber der Ansprechposition
  • Der Anker — wo dein Kopf in der Ansprechposition war. Alles wird von hier aus gemessen.
  • Die Spur — wo er sich tatsächlich hinbewegt hat, über den ganzen Schwung.
  • Die Spitzen — wie weit er gekommen ist, in jede Richtung, in Zentimetern.
Der Maßstab kommt aus deiner Körpergröße, einmal eingegeben, damit Zentimeter Zentimeter bedeuten und nicht Pixel.

Die Zahlen der Kopfstabilität

Die Kopfstabilität ist keine einzelne Zahl. Es sind fünf: die vier Richtungen, in die er sich bewegen kann — zurück, vor, hoch und runter — plus die Abweichung im Treffmoment.

Sway
Kopf entfernt sich im Rückschwung vom Ziel. Aus einer Drehung wird ein Rutschen.
unter 5 cm
Reverse Pivot
Kopf bewegt sich im Rückschwung zum Ziel hin — das Gewicht geht falsch herum. Der engste Bereich der fünf.
unter 1 cm
Lift
Kopf hebt sich während des Schwungs. Er zieht den Tiefpunkt nach oben: dünne und getoppte Treffer.
unter 2 cm
Drop
Kopf senkt sich zum Ball hin. Er drückt den Tiefpunkt nach unten und hinten: fette Schläge.
unter 4 cm
Abweichung im Treffmoment
Wie weit der Kopf im Moment des Kontakts von seiner Ansprechposition entfernt war. Diese erklärt den Ballkontakt am unmittelbarsten.
unter 5 cm
Der Reverse Pivot hat den engsten Bereich, und das mit Absicht

Ein Zentimeter ist eine kleine Toleranz verglichen mit den fünf beim Sway, und das ist kein Zufall. Sich vom Ziel wegzubewegen lädt wenigstens Gewicht auf den hinteren Fuß. Sich im Rückschwung darauf zu zubewegen lädt gar nichts und lässt dich im Treffmoment nach hinten fallen — es beeinträchtigt Ebene und Ballkontakt zugleich, und deshalb steht es so oft ganz oben auf der Prioritätenliste.

Wie sich die Kopfstabilität mit dem Handy messen lässt

Die Kopfstabilität wird aus beiden Blickwinkeln gemessen, und jeder sieht anderes: Down the Line zeigt Lift und Drop, von vorn zeigt Sway und Reverse Pivot. Deine Körpergröße, einmal in der App eingegeben, verwandelt Pixel in echte Zentimeter.

Du legst das Handy hin, stellst dich zum Ball und legst den Schläger dahinter. Die automatische Schlägererkennung erkennt den Schlägerkopf in der Ansprechposition und beginnt von allein aufzunehmen; ist der Schwung vorbei, stoppt sie und analysiert. Niemand muss hinter der Kamera stehen.

Die Übung

Einen wandernden Kopf spürt man ohne äußere Referenz nicht. Diese Übung gibt dir eine, und sie passt in die Hosentasche.

Tee zwischen den Lippen

5 minEin Tee, 15 Bälle

10 halbe Schwünge, dann 5 volle.

Was du spüren solltest

Das Tee zeigt weiter auf den Ball, bis in den Treffmoment.

Häufiger Fehler

Blockiere den Kopf nicht. Er dreht mit der Brust mit — er steigt, sackt und rutscht nur nicht.

Häufige Fragen zur Kopfstabilität

Soll man den Kopf beim Golfschwung stillhalten?

Nein — ein völlig unbewegter Kopf hindert die Brust am Drehen, kostet dich Kraft und verdirbt dir die Ebene. Der Kopf soll wenige Zentimeter von seiner Ansprechposition entfernt bleiben, während sich der Körper darunter dreht. Ruhig, nicht eingefroren.

Was ist ein Reverse Pivot beim Golf?

Kopf und Oberkörper bewegen sich im Rückschwung zum Ziel hin, und das Gewicht geht auf den vorderen statt auf den hinteren Fuß. Das lässt dich im Treffmoment nach hinten fallen, und es ist die engste Toleranz der Kopf-Kennzahlen: unter einem Zentimeter.

Warum schlage ich fett und dünn?

Meist weil sich der Tiefpunkt deines Schwungs verschiebt. Der Tiefpunkt folgt dem Kopf, also trifft ein Kopf, der absackt oder hinter seinem Ausgangspunkt hängen bleibt, den Boden zu früh und schlägt fett, und ein Kopf, der steigt, hebt den ganzen Bogen mit und schlägt dünn.

Wie viel Kopfbewegung ist in Ordnung?

Unter 5 cm Sway, unter 2 cm Lift, unter 4 cm Drop und unter 1 cm Reverse Pivot. Im Treffmoment gilt als Referenz, höchstens 5 cm von der Ansprechposition entfernt zu bleiben.

Wie misst man die Kopfbewegung in einem Schwung?

Golfective verfolgt deinen Kopf über den Schwung aus einem Handyvideo und weist die Spitzen in Zentimetern aus, mit deiner Körpergröße als Maßstab. Ohne Marker und ohne Sensoren.

Sieh, wie weit dein Kopf wandert

Golfective misst Sway, Lift, Drop und Reverse Pivot in Zentimetern aus einem gewöhnlichen Handyvideo und sagt dir, welcher davon dich Ballkontakt kostet. Gratis im App Store.

Laden im
App Store

Die anderen Kennzahlen