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Shaft Lean im Treffmoment: warum die Hände vorausgehen

Fett, dünn, kraftlos und hoch. Vier Fehlschläge mit einer Gemeinsamkeit: der Schlägerkopf kommt vor den Händen am Ball an. Shaft Lean ist die Zahl, die das beschreibt.

Kurze Antwort

Shaft Lean — die Neigung des Schafts — ist, wie weit sich dieser im Treffmoment zum Ziel neigt, in Grad. Wer seine Eisen gut trifft, kommt mit den Händen vor dem Schlägerkopf an, etwa +4° bis +10°. Diese Neigung ist es, die den Ball komprimiert und den Loft liefert, für den der Schläger gebaut wurde.

Warum der Shaft Lean zählt

Im Treffmoment haben gute Balltreffer die Hände leicht vor dem Schläger — das komprimiert den Ball zu sattem Kontakt, Ball zuerst, und verwandelt Schlägerkopfgeschwindigkeit in Länge. Wenn du löffelst (Hände zurück, im Versuch, den Ball anzuheben), verzögert der Schläger: fette Schläge, dünne Treffer und hohe, kraftlose Bälle. Diese Neigung kommt aus der Reihenfolge des Körpers, nicht aus erzwungenen Händen.

Der Instinkt, dem Ball beim Steigen zu helfen, bewirkt genau das Gegenteil. Ein Sand Wedge bringt ab Werk schon 56 Grad Loft mit — es braucht keinerlei Hilfe, um den Ball hochzubekommen. Ihn mit den Handgelenken anzuheben fügt dem vorhandenen Loft nur weiteren hinzu, und der Ball steigt höher und fliegt kürzer. Die Neigung entscheidet über den Loft, mit dem du ankommst; wo der Schläger den Boden trifft, ist der Tiefpunkt des Schwungbogens, und der folgt deinem Kopf.

Golfective misst die Neigung des Schafts im Treffmoment aus einem Video von vorn, mit dem eingezeichneten Winkel
  • Die Schaftlinie — gezogen vom Schlägerkopf zu den Händen, im Bild des Treffmoments.
  • Die Senkrechte — die Referenz. Der Winkel zwischen beiden ist deine Neigung.
  • Das Vorzeichen — positiv ist die Neigung zum Ziel, negativ die Neigung zurück.
Von vorn gemessen: die Neigung geschieht entlang der Ziellinie, eine Down-the-Line-Kamera blickt also genau in ihre Achse und sieht nichts davon.

Die Zahlen des Shaft Leans

Die richtige Neigung hängt vollständig vom Schläger in deiner Hand ab, also wandert die Referenz mit ihm. Positiv heißt Hände vor dem Schlägerkopf, negativ Hände dahinter.

Shaft Lean — Eisen
Die Hände vor dem Schlägerkopf im Treffmoment. Das ist die Zahl, die den meisten Amateuren fehlt.
+4° bis +10°
Shaft Lean — Wedges
Mehr Neigung als beim Eisen. Ein Wedge hat Loft im Überfluss, und die Vorwärtsneigung hindert es daran, unter dem Ball durchzurutschen.
+6° bis +12°
Shaft Lean — Driver
Die Hände praktisch auf einer Linie mit dem Ball. Ein Driver wird im Aufwärtsschwung getroffen, also ist eine leichte Rückneigung hier völlig richtig.
−3° bis +3°
Mehr ist nicht besser

Die Neigung ist eine der wenigen Kennzahlen mit einer echten Obergrenze. Über etwa 14° bei einem Eisen nimmst du dem Schläger so viel Loft, dass der Ball flach herauskommt und ausrollt, ohne zu stoppen, und der Tiefpunkt des Schwungbogens wandert zu weit vor den Ball — tiefe Divots und tiefer Kontakt auf der Schlagfläche. Die App setzt genau deshalb auf beiden Seiten Grenzen: zu viel Neigung wird ebenso schnell markiert wie zu wenig.

Wie sich der Shaft Lean mit dem Handy messen lässt

Shaft Lean verlangt eine Ansicht von vorn — Kamera vor dir, im rechten Winkel zur Ziellinie. Von Down the Line bleibt die Vorwärtsneigung verborgen, weil sie direkt auf die Kamera zu geschieht. Es ist dieselbe Ansicht, die die Zahlen deines Setups liefert.

Du legst das Handy hin, stellst dich zum Ball und legst den Schläger dahinter. Die automatische Schlägererkennung erkennt den Schlägerkopf in der Ansprechposition und beginnt von allein aufzunehmen; ist der Schwung vorbei, stoppt sie und analysiert. Niemand muss hinter der Kamera stehen.

Die Übung

Löffeln korrigiert man nicht, indem man an die Handgelenke denkt. Man korrigiert es, indem man Schläge spielt, in die es nicht hineinpasst — und genau das macht diese Übung.

Stoppe ihn nach dem Ball

6 minMittleres Eisen, 20 Bälle

15 Punchschläge — flach, mit verkürztem Durchschwung — dann 5 normale.

Was du spüren solltest

Die Hände gehen voraus. Der Schlägerkopf folgt.

Häufiger Fehler

Den Schaft zu neigen mit einer offen gehaltenen Schlagfläche zu verwechseln. Der Schaft geht voraus, aber die Fläche muss trotzdem schließen.

Häufige Fragen zum Shaft Lean

Was ist ein guter Shaft Lean im Treffmoment?

Für ein mittleres Eisen +4° bis +10° Vorwärtsneigung. Wedges verlangen etwas mehr, +6° bis +12°. Ein Driver ist anders: er wird im Aufwärtsschwung getroffen, also ist jeder Wert zwischen 3 Grad zurück und 3 Grad vorwärts richtig.

Bringt Shaft Lean Länge?

Indirekt ja. Die Vorwärtsneigung komprimiert den Ball — erst der Ball, dann der Boden —, und das verwandelt Schlägerkopfgeschwindigkeit in Ballgeschwindigkeit. Löffeln verzögert den Schläger im Treffmoment, du verlierst also Geschwindigkeit genau dort, wo sie zählt.

Kann man zu viel Shaft Lean haben?

Ja. Über etwa 14 Grad bei einem Eisen ist der Schläger so entloftet, dass der Ball flach fliegt, mit wenig Spin und ohne zu stoppen, und der Tiefpunkt landet zu weit vor dem Ball: tiefe Divots und tiefer Kontakt auf der Schlagfläche. Es wird in beide Richtungen als Fehler markiert.

Wie höre ich auf, den Ball zu löffeln?

Löffeln ist meist ein Reihenfolge-Problem und keines der Hände: der Körper bleibt stehen und die Hände übernehmen. Punchschläge, die flach enden, mit dem Gefühl, dass die Hände durch den Ball vorausgehen, erziehen die Reihenfolge um, ohne dass du an deine Handgelenke denken musst.

Wie messe ich Shaft Lean zu Hause?

Aus einem Handyvideo von vorn. Golfective findet das Bild des Treffmoments, zieht den Schaft vom Schlägerkopf zu den Händen und weist den Winkel gegen die Senkrechte aus — kein Launch Monitor, keine Sensoren.

Sieh deine Neigung im Treffmoment

Golfective findet dein Treffmoment-Bild und misst die Schaftneigung aus einem Video von vorn, gegen den Referenzbereich des Schlägers, den du geschlagen hast. Gratis im App Store.

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